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Das Konzept der Lernangebote

„Einstieg Deutsch“-Lernangebote beruhten auf einem Blended-Learning-Konzept und boten eine erste Sprachförderung auf elementarem Niveau.

Deutsch für den Alltag

In "Einstieg Deutsch" haben Geflüchtete das Wichtigste für die Kommunikation im Alltag gelernt. Die Lerninhalte orientierten sich an den unmittelbaren Alltagsbelangen und dem Lebensumfeld der Teilnehmer*innen. Der Fokus lag auf dem Aufbau von Sprechfähigkeit und Hörverstehen.

"Einstieg Deutsch" sollte helfen, die Zeit von der Ankunft in Deutschland bis zur Teilnahme an einem Integrationskurs zu überbrücken.

Blended-Learning

Die Lernangebote kombinierten klassischen Deutschunterricht mit begleitetem Online-Lernen. Die Geflüchteten lernten nicht nur klassisch mit Buch und Tafel, sondern zusätzlich am Computer und mit Smartphones. Neben der Sprache übten sie so auch den Umgang mit neuen Medien und machten sich mit Programmen vertraut, mit denen sie nach dem Unterricht selbständig weiter lernen konnten.

Das für "Einstieg Deutsch" entwickelte Curriculum verknüpft die jeweilige Themen und Lernziele mit geeigneten Übungen aus den Lernportalen des DVV und der App "Einstieg Deutsch", so dass für Lehrkräfte die Unterrichtsplanung erleichtert wurde.

Viele haben noch nie in ihrem Leben an einem Computer gesessen. In der ersten Stunde zeigen wir ihnen, wie sie die Computer anschalten, wo sie was eingeben müssen. Das klappt ziemlich schnell, nach einer Stunde arbeiten die meisten mehr oder weniger selbständig. Und sie helfen sich auch viel gegenseitig.

Lina Sayed-Ahmad, Lernbegleiterin an der vhs Lahr

Alle Teilnehmenden sind offen und neugierig im Umgang mit der Technik, überraschenderweise auch gerade diejenigen mit den geringsten Vorkenntnissen. Bei ihnen sind die Fortschritte gewaltig. Der gefühlte Erfolg ist enorm und geht deutlich über die Lösung der Aufgaben hinaus.

Gabriele Bodri, Dozentin an der vhs Lahr

Ehrenamtliche Lernbegleitung

Bei "Einstieg Deutsch" arbeiteten die Dozent*innen eng mit ehrenamtlichen Lernbegleiter*innen zusammen. Diese halfen den Geflüchteten z.B. in Selbstlernphasen, insbesondere beim Umgang mit den digitalen Lernmedien.

Sie konnten aber auch die Lehrkraft im Unterricht unterstützen und so bei stark heterogenen Lerngruppen die Binnendifferenzierung erleichtern.

Auch die Exkursionen wurden von den Lernbegleiter*innen durchgeführt.

Exkursionen

Im Rahmen von "Einstieg Deutsch" konnten pro Lernangebot bis zu sechs Exkursionen durchgeführt werden. Die Lernausflüge in die Umgebung boten den Geflüchteten die Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse in "realen" Situationen zu erproben, etwa bei Einkäufen, am Bahnhof oder bei Behörden. Zudem halfen die Ausflüge bei der Orientierung im deutschen Alltag.

Die Ausflüge tragen ungemein dazu bei, das Wir-Gefühl in der Gruppe zu stärken, bieten eine gute Gelegenheit, sich vor Ort in Alltagssituationen auszuprobieren und den Unterricht noch stärker an den Alltag anzubinden. Wir gehen zum Beispiel zum Bahnhof, kaufen Fahrkarten, fahren Bus, bestellen im Café oder gehen ins Kino.

Eva Licciardello, Leiterin der vhs Kaufering

Bei der Exkursion sollen die Teilnehmenden sich trauen, auf andere zuzugehen und das Gelernte auch im Alltag anzuwenden. Ob es grammatikalisch richtig ist, ist dabei zweitrangig, Hauptsache die Verständigung klappt.

Danja Beilmann, Dozentin am Grone Bildungszentrum, Brühl

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Bildnachweise

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