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Deutscher Volkshochschul-Verband

Beispiele aus der Praxis

Die Weiterbildung wird von Standort zu Standort unterschiedlich ausgestaltet - angepasst jeweils an die Bedürfnisse der Teilnehmenden und die Situation im Herkunftsland.

Teilnehmer der Maßnahme an der vhs Meppen

Männer aus Westafrika bauen Bildungsbrücken in der Volkshochschule Meppen

In der vhs Meppen lernen Teilnehmer während der Kompetenzwoche ihre eigenen Stärken mithilfe des Stärkenatlas besser kennen. Diese Fähigkeiten vertiefen sie anschließend im Rahmen von berufsorientierenden Theoriekursen zum Beispiel in den Bereichen Lager, Logistik, Automechanik und Schneiderei. Abschließend erhalten die Teilnehmer die Chance auf ein einwöchiges Berufspraktikum in einem regionalen Unternehmen. Während der ersten Maßnahme absolvierten Teilnehmer ein Praktikum in einer Autowerkstatt und in einer Schneiderei.

[Es] ist unser Ziel, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Bildung sich immer lohnt, auch wenn sie angesichts der persönlichen Umstände unserer Teilnehmenden sehr kurz andauert. Die Vorbereitung auf die Rückkehr und die eigene Perspektive nach der Rückkehr sind zentrale Punkte unserer passgenauen individuellen Weiterbildungsangebote. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserer Bildungsarbeit Anstöße geben, die eine im idealen Fall persönliche wie auch berufliche Bildung unserer Teilnehmenden umfassen und die sich auch in der Zeit nach der Rückkehr fortsetzen lassen.

Radka Lemmen, Bildungsmanagement und Projektleiterin an der vhs Meppen

Textilkurs an der kvhs Kusel
Textilkurs an der kvhs Kusel

Bildungsketten weben – mit Textilverarbeitung berufliche Handlungskompetenz stärken in der Kreisvolkshochschule Kusel

Das praxisorientierte Arbeiten und der Ansatz des „learning by doing“ in dem angebotenen Textilkurs der kvhs Kusel ermöglicht den teilnehmenden Frauen auch ohne Strickerfahrung ein schnelles Lernen und befähigt sie innerhalb der vier Wochen Babykleidung- und decken sowie Schals und Kleidung anzufertigen, die sie gerne zum Verkauf anbieten wollen.

So konnte eine Teilnehmerin aus Pakistan vor ihrer Ausreise durch die Teilnahme am Nähkurs ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Während des Kurses zeigte sie großes Geschick mit der Nadel und fertigte ein traditionelles Kleidungsstück an. So entwickelte die gelernte Krankenschwester die Idee, nach ihrer Heimkehr traditionelle Bekleidung für Frauen herzustellen.

Das Modellprojekt soll Frauen darin unterstützen, sich in ihrem Herkunftsland eine eigene Perspektive und damit die Grundlage für eine eigenständige Zukunft zu schaffen. Neben dem Erwerb von handwerklichen Fähigkeiten liegt der Fokus des Kurses auf der Kompetenzerweiterung und der Hilfe zur Selbsthilfe. Darüber hinaus soll auch das Selbstvertrauen der Frauen gestärkt werden.

Alexandra Matern, Leitung der Volkshochschule des Landkreises Kusel

Coaching und Nähkurse für Frauen aus West- und Ostafrika in der Mannheimer Abendakademie

In regelmäßigen Treffen im Frauencafé der Mannheimer Flüchtlingsunterkunft erhalten Bewohnerinnen vor Ort die Möglichkeit an einer Stärkenanalyse und einem Coaching teilzunehmen. In geschützter und vertrauensvoller Umgebung können gemeinsam mit der Betreuerin im Projekt Themen wie der Neuanfang im Heimatland sowie Ziele und Wünsche besprochen werden. Zudem bietet die Mannheimer Abendakademie Nähkurse für Frauen – auch mit Kindern – an, sodass sie ihre handwerklichen Fertigkeiten schulen und durch das begleitende Coaching ihr Selbstvertrauen stärken können.

Wir nehmen am Projekt Weiterbildung für Rückkehrer*innen teil, weil wir ihnen damit eine Chance geben, im beruflichen aber auch im sozialen Umfeld in ihren Herkunftsländern wieder Fuß zu fassen. Dank des Projekts können sie die ihnen verbleibende Zeit in Deutschland sinnvoll nutzen und sich gezielt auf ihre Rückkehr vorbereiten. Mit ihren Fähigkeiten bringen sie oft dringend benötigtes Wissen in ihre Heimatländer; so können sie vor Ort aktiv zu einer positiven Entwicklung beitragen.

Susanne Deß, Geschäftsführerin Mannheimer Abendakademie und Volkshochschule GmbH

Unser Angebot soll das Selbstvertrauen der Teilnehmenden stärken und ihnen bewusst machen, welche Stärken und Fähigkeiten sie auch in schwierigen Situationen gezeigt und entwickelt haben.

Monika Simikin, Abteilungsleiterin Karriere und Beruf, Schulen und Projektleiterin Mannheimer Abendakademie und Volkshochschule GmbH

Weitere Informationen zum Projekt

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

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